Grobe Unsportlichkeit bei der Berliner U19-Meisterschaft
Eigentlich sollte das Viertelfinale der Berliner Meisterschaft im Zeichen des sportlichen Wettkampfs und des gegenseitigen Respekts stehen. Doch was wir bei der Berliner Meisterschaft der U19 (80 kg) erleben mussten, lässt uns fassungslos zurück.
3/27/2026


Eigentlich sollte das Viertelfinale der Berliner Meisterschaft im Zeichen des sportlichen Wettkampfs und des gegenseitigen Respekts stehen. Doch was wir bei der Berliner Meisterschaft der U19 (80 kg) erleben mussten, lässt uns fassungslos zurück. Es war ein Moment, der nichts mit dem Boxsport zu tun hat.
In der Gewichtsklasse bis 80 kg waren lediglich drei Kämpfer gemeldet. Die logische und faire Konsequenz der Turnierleitung: Der Modus „Jeder gegen Jeden“. Das bedeutet für jeden Athleten im Viertelfinale, dass er sich mindestens zweimal im Ring beweisen muss, um den begehrten Titel nach Hause zu tragen. Soweit die sportliche Theorie.
Die Realität sah jedoch anders aus: Unser Kämpfer Sheyk Akhmasultanov stieg konzentriert und topfit in den Ring. Die wochenlange Vorbereitung und die harten Sparringsrunden sollten sich nun auszahlen. Der Gong zur ersten Runde ertönte und im selben Augenblick flog das Handtuch aus der Ecke des Boxvereins Heilehof.
Ein Schlag ins Gesicht des Fairplay
Kein einziger Schlag wurde gewechselt. Die gegnerische Ecke gab den Kampf sofort auf, mit der Begründung, man wolle „Kräfte für die nächste Runde sparen“. In einem Turniermodus, der auf dem Prinzip des direkten Vergleichs basiert, ist ein solches Verhalten ein Armutszeugnis.
Während Sheyk sich wochenlang quälte, um auf den Punkt bereit zu sein, wurde hier taktisch die Flucht ergriffen. Im Boxsport wo es um die Entwicklung von Charakter, Mut und Sportsgeist geht, hat ein solches Verhalten absolut nichts zu suchen!
Charakter zeigt sich im Ring – nicht beim Handtuchwurf
Wir sind zutiefst enttäuscht über diese Unsportlichkeit. Wahrer Sportsgeist bedeutet, anzutreten und sein Bestes zu geben. Völlig egal, ob man als Außenseiter oder Favorit in den Ring steigt. Wer sich dem sportlichen Vergleich entzieht, um sich einen unfairen Vorteil zu verschaffen, hat den Kern unseres Sports nicht verstanden.
Boxen lehrt uns, aufzustehen, sich Herausforderungen zu stellen und mit erhobenem Haupt aus dem Ring zu gehen, egal wie das Urteil lautet. Das Handtuch zu werfen, bevor der Kampf überhaupt begonnen hat, beraubt nicht nur unseren Kämpfer um seine verdiente Erfahrung, sondern entwertet den gesamten Wettbewerb.
Wir lassen uns von solch unsportlichem Verhalten nicht unterkriegen. Unsere Antwort geben wir sportlich im Finale. Wir wünschen dem Team von Isigym für ihren heutigen Kampf gegen dem Boxverein Heilehof viel Erfolg. Holt euch den Sieg auf die ehrliche Art.
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